| |
ein starker Krimi
• • • • • (bewertet mit 5 von 5 Punkten)
Rezension bezieht sich auf: Die sechste Nacht. (Taschenbuch) Nach dem Lesen des Krimis "Die sechste Nacht" der Newcomerin Annika Bryn bin ich überzeugt davon, dass diese Krimiautorin ihren Weg in die Liste der bekannten Schriftsteller wie Mankell, Sandford oder Connelly machen wird. Der Krimi hat alles, was ein Buch spannend macht: ungeklärte Morde, Entführung und Jagd auf die flüchtende Familie des Entführten, Verschwörung, Überraschungen und Zuspitzung auf ein dramatisches Ende. Trotzdem ist das Buch für mich kein billiges Action-Spektakel. Die Personen sind glaubwürdig gezeichnet, auch die "Guten" sind nicht klischeehafte Helden, sondern innerlich zerrisssen und zwiespältig. Positiv auffällig war für mich, dass das Sterben von Menschen nicht wie in vielen allen Krimis so nebenbei und ohne Anteilnahme geschildert wird. Wer sich auf dieses Buch einlässt, sollte allerdings wissen, dass der Schauplatz und die Personen immer wieder gewechselt werden. Hierdurch wird die Spannung zwar gesteigert, manchmal würde man allerdings lieber sofort an dem einen Schauplatz, z.B. im Gefängnis des entführten Anwalts John, bleiben, um zu erfahren, wie es weiter geht. Alles in allem ist das Buch aber spannend,auch vom Thema (Neo-Nazis) her interessant und überwiegend gut zu lesen. Von dieses Autorin kann man noch einiges erwarten.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 24. April 2005 |